6 Wochen Spanien Roadtrip

Margalef – Siurana – Albarracin und auf dem Weg noch schnell die Gorges du Tarn mitnehmen – so zumindest der Plan.

In der Tarnschlucht erwarteten uns allerdings -4°C, Schnee und ein eisiger Sturm. Nachdem wir eine Nacht im Schnee verbrachten und dann auch noch unser Autodachfenster vom Wind weggeweht wurde,

Montage eines neuen Dachfensters

Montage eines neuen Dachfensters

entschieden wir uns dann aber doch für die Weiterfahrt direkt nach Margalef. Der Sturm an der Küste entlang war ziemlich heftig. Aber wir wurden in Margalef mit strahlendem Sonnenschein am nächsten morgen begrüßt.

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Eine Namenlose 8a in Margalef Foto: Stefan Bühl

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„Zona 30“, 8b Margalef

Steile Routen, löchrig, teilweise versintert, kurz, lang – Margalef war in Bezug auf meine Fingerverletzungen optimal. Ich hatte mir im vergangenen Herbst ein „Lumbrical Shift Syndrom“ zwischen dem linken Ring- und kleinem Finger zugezogen sowie eine Kapselverletzung am rechten Mittelfinger. Als ob das noch nicht genug gewesen wäre, habe ich mir Anfang Februar auch noch den rechten Ringfinger beim Heimtraining auf dem Balkon am „Beastmaker – Brett“ verletzt. Ich dachte immer, ich hätte mir das A4 Ringband angerissen oder überlastet. Also Tape um den Finger, die Belastungsart bei der ich mich verletzt habe (Finger aufstellen) weg lassen und weiter klettern. Wäre ja nicht das erste mal, dass ich mit „Handicap“ klettere und so ungewollt meine Schwächen ausgleiche. Bisher haben mich noch alle Fingerverletzungen, die ich im Laufe der Jahre hatte, stärker gemacht. Löcher sind prinzipiell gut bei so einer Verletzung, aber die margalefschen Konglomeratlöcher sind oft hinterschnitten und haben dann eine Kante, die mir genau auf mein A4 Ringband drückt. Da ich es trotzdem nicht lassen wollte, habe ich den rechten Ringfinger weggeklappt oder Sinterrouten geklettert.

“La cara que no miente”, 8a+ - Siurana

“La cara que no miente”, 8a+ – Siurana

Ich musste sehr genau schauen, welche Routen ich ohne meinen Ringfinger klettern kann und welche nicht. Margalef war mit seinen runden Sintern dafür ideal und die Lochtouren gaben mir oft die Möglichkeit den verletzten Finger einfach weg zulassen.

Ich konnte ein paar schöne Routen bis 8b durchsteigen ohne meinen Finger contra-produktiv zu belasten.
Ein weiterer super Trip ist vorbei und ich würde ihn sofort genau so wieder machen. Auch mit kaputtem Finger!

Der Kletternachwuchs macht sich übrigens auch so langsam (siehe Fotos) 😉

Früh übt sich :-)

Früh übt sich 🙂

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